Woher kommt Wichteln? Wichtel, Julklapp und Secret Santa

Jeder zieht einen Namen, beschenkt diese Person heimlich – und erst bei der Bescherung wird geraten, wer wen hatte. Wichteln kennt man in Deutschland in fast jedem Büro und jeder Familie. Aber woher kommt der Brauch, und warum heißt er so?

Der Name: kleine Helfer aus dem Volksglauben

Wichtel sind im alten Volksglauben kleine, meist unsichtbare Hausgeister. Sie erledigen nachts heimlich Arbeiten oder bringen Glück – und wollen dabei nicht gesehen werden. Genau das ist der Kern des Wichtelns: Jemand tut dir etwas Gutes, und du weißt nicht, wer es war. Verwandte Figuren sind die Heinzelmännchen aus Köln und der skandinavische Nisse oder Tomte, der bis heute zu Weihnachten gehört – und der als Wichtel hinter der Wichteltür auch bei uns im Advent einzieht.

Der Vorläufer: Julklapp

Julklapp ist ein alter Weihnachtsbrauch aus Skandinavien und Norddeutschland. „Jul“ steht für das Weihnachtsfest, „klapp“ für das Klopfen an der Tür: Ein Geschenk wurde heimlich ins Haus geworfen, oft mehrfach verpackt, und der Schenkende verschwand, bevor jemand öffnete. Der Beschenkte musste raten, von wem es kam. Im Norden sagen manche bis heute „Julklapp“, wenn sie Wichteln meinen.

Wichteln in anderen Ländern

Wichteln heute

Aus dem Brauch ist ein fester Teil der Adventszeit geworden: im Büro, in der Familie, im Verein und in der Schulklasse. Statt Zettel aus dem Hut lost man heute oft online aus – so zieht niemand sich selbst, und auch wer nicht vor Ort ist, kann mitmachen. Beliebte Varianten sind Schrottwichteln mit kuriosen Fundstücken und das Würfelspiel auf der Weihnachtsfeier.

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